Gewalt geht alle an – Plattform gegen die Gewalt in der Familie

Es ist Aufgabe aller Menschen, Gewalt zu beenden und Betroffenen zu helfen. Es ist die Verantwortung der Politik ebenso wie vieler Berufsgruppen, die täglich mit Menschen arbeiten. Dies sind in erster Linie Pädagog/innen, Sozialarbeiter/innen, Pflegepersonen, Ärzt/innen, Polizist/innen oder Richter/innen. Fachinformationen und die Beratung durch Expert/innen können Ihnen helfen, Gewalt leichter als solche zu erkennen, für sich oder für andere Hilfe zu holen, die Gewalt zu beenden und das Erlebte aufzuarbeiten.

Das SMZ Liebenau ist seit dem Jahr 2021 Mitglied bei der Plattform gegen die Gewalt in der Familie im Bereich Gewalt an älteren Menschen.
Die Plattform gegen die Gewalt in der Familie dient als Instrument zur Vernetzung von Hilfseinrichtungen, als österreichweites Forum für den Erfahrungsaustausch und als Beitrag zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

45 etablierte Organisationen wie Kinderschutzzentren, Frauenberatungsstellen, Jugendeinrichtungen, Senior/innenvereine, Männerberatungsstellen u. a. arbeiten auf dem Gebiet der Gewaltprävention und -intervention mit folgenden Zielsetzungen zusammen:

  • Gewalt reduzieren
  • Aufdeckungsrate erhöhen
  • Interventionen effizient einleiten
  • Bewusstsein bilden und sensibilisieren

Die Plattform gegen die Gewalt in der Familie widmet sich folgenden fünf Themenbereichen:

In jedem Bereich dient eine Vernetzungsträgerin bzw. ein Vernetzungsträger als Ansprechpartner/in für die Plattformarbeit. 

Das vom Familienministerium 1993 initiierte Projekt “Plattform gegen die Gewalt in der Familie” wird vom Bundeskanzleramt finanziert.

Die Vernetzungsträger/innen aus dem Bereich Gewalt an älteren Menschen kommen aus der Alten- und Erwachsenenbildungsarbeit. Diese Unterschiedlichkeit bietet eine gute Möglichkeit zur vielfältigen Vernetzung.

Gewalt gegen ältere Menschen ist noch immer ein tabuisiertes Thema, das nur ganz selten und in extremen Beispielen an die Öffentlichkeit dringt.

Daher geht es im Rahmen der Plattform um

  • das Bewusstmachen der Gewaltproblematik – mit einem sehr breiten Gewaltbegriff und um
  • das Entwickeln von Angeboten, die pflegende Angehörige stärken und unterstützen (im Sinne der Gewaltprophylaxe).

In der Arbeit im Rahmen der Plattform steht die Gewalt im familiären Bereich im Vordergrund. Meist entsteht Gewalt in Pflegebeziehungen, die von einer großen Abhängigkeit geprägt sind. Hinzu kommt mangelndes Wissen über Alter und Krankheitsbilder (z.B. Demenzerkrankungen).

Um Zusammenhänge aufzuzeigen, wird auch Gewalt in Institutionen der Altenbetreuung sowie im öffentlichen Raum angesprochen.

Eine Intiative des Bundeskanzleramts